Donnerstag, 13.12.2018 17:37 Uhr

Darmgesundheit und Nahrungsmittel Teil 3

Verantwortlicher Autor: Peter-G. Rademacher ENA Oliver Schöpf DVPJ Teningen, 03.08.2016, 14:26 Uhr
Presse-Ressort von: Peter-Georg Rademacher Bericht 6324x gelesen

Teningen [ENA] Darmgesundheit und Nahrungsmittel Teil 3 In diesem Beitrag beschreiben wir Nahrungsmittel, welche den Menschen Probleme machen. Wir alle kennen die Begriffe Nahrungsmittelallergie und Intoleranzen. Es gibt sehr gefährliche allergische Reaktionen vom Soforttyp, die lebensbedrohlich verlaufen können, wenn der Betroffene auch nur Spuren dieses Nahrungsmittel zu sich genommen hat.

Eine andere Form negativ auf Nahrungsmittel zu reagieren sehen wir bei Intoleranzen auf bestimmte Nahrungsmittelbestandteile. Laktoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeiten kennen die geneigten Leser. In dem einen Fall ist es ein bestimmter Zucker und im anderen Fall ein Eiweiß, die zu Befindlichkeitsstörungen oder direkten Reaktionen und sogar auf lange Sicht zu schweren Erkrankungen führen können. Bei den oben genannten Störungen und Erkrankungen sind die Auslöser oder Verursacher bei den Betroffenen bekannt und die Menschen leben dementsprechend, indem sie diese Nahrungsmittel vermeiden. Es gibt jedoch viele Gesundheitsstörungen, die mit unbekannten Reaktionen aus dem Darm in Verbindung mit Nahrungsmittelbestandteilen einhergehen.

Viele Menschen leiden unter Symptomen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Darmbeschwerden und vielem mehr. Unpassende Lebensmittel gepaart mit einem sensiblen Verdauungssystem können sogar einen Menschen in seinem Wesen verändern. In den vorangegangenen Artikeln konnte beschrieben werden, dass wir es beim Thema Darm-Verdauung-Nahrung auch mit drei Teilbereichen der Ursachenbedingung zu tun haben: Wie ist die Nahrung beschaffen und wie wurde sie zubereitet? Wie ist die Beschaffenheit und Funktion der Verdauungssäfte? Wie ist der Darm beschaffen und wie funktioniert er biologisch als Aufenthaltsort der Darmbakterien?

So kann es vorkommen, dass ein bestimmter Bestandteil in der Nahrung per se keine Probleme macht. Wird dieser Nahrungsmittelbestandteil jedoch mit einem Medikament im Darm kombiniert, entstehen massive Probleme. So kann es sein, dass ein bekanntes Kopfschmerzmittel in Kombination mit einer Säure aus der Nahrung oder Nahrungsmittelherstellung zu schweren Symptomen führen kann. Beide für sich allein eingenommen sind aber völlig reaktionsfrei während der Verdauung. Es gibt viele weitere Szenarien, die Symptome hervorrufen, die nicht den Darm allein betreffen können, sondern sich auf den ganzen Körper auswirken.

Diese Entzündungshormone können schwere allergische Reaktionen hervorrufen, ohne dass die Nahrung eine Allergie ausgelöst hat. Der Allergietest bleibt ohne Befund. Manchmal ist die Beschaffenheit der Verdauungssäfte gestört. Die Verdauungssekrete werden in Magen und Dünndarm freigesetzt. Können enthaltene Enzyme gewisse Eiweiße oder Kohlenhydrate nicht aufschlüsseln, führt das auch zu Sofortreaktionen einerseits oder zu Langzeitschäden andererseits. Hier finden beispielsweise auch die bewährten Verdauungskräuter ihren Einsatz.

Symptome und Befindlichkeitsstörungen sind bei der Diagnose der Ursachen nicht immer auf den Darm oder die Nahrung zurückzuführen, weil das Zusammenwirken vieler Einzelwirksamkeiten den wahren Grund verschleiert. Oft sogar scheint der Darm überhaupt nicht beteiligt. Dieser Umstand macht es den Therapeuten oft unmöglich, gezielt und ursachengerecht zu therapieren. Ist ein Gesundheitsproblem nicht aus der Welt zu schaffen, muss der Darm und die Verdauung in Betracht gezogen werden. Individuelles therapeutisches Fasten oder Rotationsdiäten mit naturbelassenen Nahrungsmitteln können Aufschluss über die Problematik verschaffen oder gar eine Linderung der Symptomatik bewirken.

Die Forschung und Empirie zum Thema Gesundheit und Darm ist noch längst nicht erschöpft. Es steht noch viel Arbeit ins Haus der Forscher und Therapeuten, zumal die Veränderung von Nahrung und Nahrungsmittelqualität stetig ist. Nun hat sich der Forschung eröffnet, dass sich die gesamte Menschheit in drei Darmtypen einteilen lässt. Der Unterschied macht die Besiedelung des Darms mit Bakterien. Ohne diese Bakterien könnten wir nicht leben, da sie uns schützen und ernähren.

Es hat sich herausgestellt, dass sich die Art der Besiedelung im Darm, d.h. welche Bakterienstämme vorhanden sind, in drei verschiedene Darmtypen weltweit unterteilen lässt. Dementsprechend müssen auch zukünftige Therapieansätze diesen unterschiedlichen Typen gerecht werden. Wie wir sehen, sind wir noch immer am lernen und forschen. Peter-Georg Rademacher Teningen Oliver Schöpf Kempten

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