Samstag, 26.11.2022 16:33 Uhr

Die Schilddrüse

Verantwortlicher Autor: Peter-G. Rademacher ENA Oliver Schöpf DVPJ Teningen, 05.02.2022, 15:46 Uhr
Presse-Ressort von: Peter-Georg Rademacher Bericht 6931x gelesen

Teningen [ENA] Die Schilddrüse In den letzten Wintermonaten erwarten wir den Anbruch des Frühlings, wenn das Leben durch das Steigen der Temperaturen wieder zurückzukehren scheint. Wir verbringen die Winterzeit meist zurückgezogen und bewegungsarm. Im Oktober schon beginnt ein Wechsel in unserem Stoffwechsel von Energieverbrauch zur Einlagerung von Ressourcen. Statistisch gesehen nimmt jeder Bewohner der gemäßigten nördlichen

Breitenregionen in dieser Zeit um mehrere Hundert Gramm an Gewicht zu. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang. Scheinbar hat unser Körper diese Stoffwechselveränderung über viele Generationen gelernt um für die Zeit von Kälte und Nahrungsknappheit gerüstet zu sein. Vielen Menschen ist dieses Phänomen nicht bekannt. Wir bemerken es aber an unserem Körpergewicht und zum Teil auch an enger werdenden Kleidungsstücken. Schnell versuchen einige Menschen dem entgegenzuwirken und Gewicht abzubauen. Anfangs des Winters zu hungern ist unserem Stoffwechselsteuerungssystem aber fremd und kam nur in Notzeiten vor.

Oft erreicht man nur das Gegenteil, da der Körper jede freie Kalorie einzulagern beabsichtigt. Verantwortlich für die Steuerung des Stoffwechsels und somit des Energieverbrauchs ist die Schilddrüse. Sie ist die größte Hormondrüse in unserem Körper und von zentraler Bedeutung. Ob Nahrung verbrannt oder als Fett eingelagert wird, entscheidet sich durch diese Drüse. Mittels der Steuerungshormone werden nicht nur der Energiehaushalt und Temperatur geregelt sondern auch die Herztätigkeit und die Sensibilität des Nervensystems. Wenn die Schilddrüse unter Störungen leidet, bemerkt der Betroffene auch immer eine Veränderung seines Nervenkostüms.

Die kleinen Dinge des Alltags scheinen überaus nervenaufreibend zu werden, man fühlt sich gehetzt und überfordert aber dennoch antriebslos. Jedes Wort des Mitmenschen wird auf die Goldwaage gelegt und man verliert die Ruhe. Der Herzrhythmus kann durcheinander geraten, was wiederum die Psyche belastet. Man schwitzt übermäßig oder friert bei normalen Temperaturen. Ein guter Hinweis zur Diagnose einer Schilddrüsenstörung ist die Temperaturmessung noch vor dem Aufstehen im Bett. Ist die Körpertemperatur niedrig, ist das meist auf eine Unterfunktion zurückzuführen.

In unserem Teil Mitteleuropas sind Störungen der Schilddrüse weit verbreitet. Die Älteren unter uns haben noch als Kinder Mitmenschen mit dem sogenannten Kropf gesehen. Man wusste es hat etwas mit Jod zu tun, das zentrale Spurenelement für die Bildung der Schilddrüsenhormone. Noch heute ist es eine klassische Ergänzungstherapie Jodtabletten bei Schilddrüsenunterfunktionen zu verabreichen. Doch heute ist auch klar, dass es sich nicht um einen Jodmangel in der Nahrung handelt, sondern um eine Verwertungsstörung dieses Spurenelements. Hier führt der Lösungsweg wie so oft in den Darm, wo das Jod aufgrund seiner Bindung an andere Nahrungsmittelbestandteile nicht vollends aufgenommen wird.

Der Darm ist wie oft von entscheidender Bedeutung, da er auch durch Entzündungsneigungen das Immunsystem irritieren kann und somit auch die Schilddrüse durch fehlgeleitete Immunreaktionen dauerhaft schädigen kann. Ein weiteres wichtiges Mineral für die Schilddrüse ist das Magnesium. Hier besteht ein deutlicher Mangel in der heutigen Nahrung. Magnesium wird darüber hinaus nur in bestimmten Molekularformen vom Körper aufgenommen und verwertet. Es gibt zudem auch viele Nahrungsmittel, die der Schilddrüse helfen können. So ist der in Mode gekommene Ingwer-Gelbwurz-Shot ein hervorragender Trunk um die Schilddrüse zur Regulation anzuregen.

Auch die in der Ayurveda oft verwendete Schlafbeere ist ein zentrales Mittel um die Funktion dieser Drüse zu unterstützen. Nur wenn die Schilddrüse ihren Dienst einstellt, sind Ergänzungen mit Schilddrüsenhormonen anzuraten. Die Schilddrüse benötigt auch in gewissem Maße körperliche Betätigung um den Reiz zur Regulation des Stoffwechsels zu erhalten. So werden die ersten längeren Frühlingsspaziergänge an der frischen Luft in der Frühlingssonne für das erneute Befeuern des Stoffwechsels sehr bedeutsam.

Das Schwimmen in nicht-warmen Wasser wirkt sehr anregend für die Schilddrüse, da zur Bewegung noch der Temperaturunterschied von Wasser zum Körper und der Wasserdruck zur Anregung der Schilddrüse dienlich sind. Ist man nervlich überreizt und glaubt den Anforderungen des Alltags nicht mehr gerecht zu werden, hilft es oft keine Medien mehr zu konsumieren und sich auf sich zu besinnen. Es braucht wieder Verständnis und Vertrauen zu sich selbst. Oft ist man von den vielen Dingen, die man vermeintlich tun muss, irritiert und belastet. Dabei ist es wichtig sich vor Augen zu führen, dass man nur wenige Dinge wirklich tun muss. Vor Allem Mensch zu bleiben.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.