Donnerstag, 13.12.2018 16:16 Uhr

Es beginnt im Kopf Teil 3

Verantwortlicher Autor: Peter-G. Rademacher ENA Oliver Schöpf DVPJ Teningen, 22.08.2015, 18:40 Uhr
Presse-Ressort von: Peter-Georg Rademacher Bericht 5583x gelesen

Teningen [ENA] Verlieren Sie nicht den Kopf! Wir alle sind emotionale Wesen. Gefühle steuern unser Leben. Wir denken seit der Zeit der Aufklärung, dass wir aufgrund und mit Hilfe unseres Verstandes Gutes im Menschen hervorbringen und Schaden von der Menschheit abwenden können. Es ist die Leistung des Verstandes, die die moderne technische Welt hervorgebracht hat. Die Wissenschaft hat mit dem Aberglauben der ungebildeten Menschheit

aufgeräumt und den Geist befreit. Doch schaut man sich diese moderne Welt an, könnte man den Eindruck gewinnen, dass wir Pandoras Box geöffnet haben. Die Dinge scheinen so aus dem Ruder gelaufen zu sein, dass wir mittlerer Weile sogar die biologischen Grundlagen unserer Existenz zerstören. Wir Menschen denken uns zunehmend in eine Art von Hilflosigkeit hinein, die uns eine Ohnmacht gegenüber eigendynamischen Prozessen, die zwar von Menschenhand geschaffenen wurden, aber jetzt nicht mehr kontrolliert werden können, beschert hat. „Ich allein kann doch nichts ändern“ hört man sowohl von intellektueller als auch von bürgerlicher Seite.

Diese Art einer emotionalen Haltung ist nicht nur eine Bankrotterklärung des Einzelnen, sondern auch überaus gefährlich für das Fortbestehen der Menschheit. Der Verstand erklärt uns das machbare, man kann den Verstand schulen und er ist ergebnisorientiert. Unsere Gefühle aber steuern den Verstand. Emotionen sind in der Lage, so mächtig werden, dass sie sogar eine Staatsräson bestimmen können. Emotionen sind wie Kinder: Lebendig und wandlungsfähig, aber auch extrem beeinflussbar. Es sind die Gefühle, die für uns Gutes vom Bösen trennen. Sie machen den Unterschied, ob wir den Verstand als Werkzeug oder Waffe benutzen. Gefühle können uns zu „Heiligen“ machen aber uns auch zu den größten Abscheulichkeiten bewegen.

Deswegen wird Macht auch bewusst über Gefühle ausgeübt. Sei es in den Religionen, in der Politik oder in der Mentalität. Das am meisten beanspruchte Gefühl in diesem Zusammenhang ist die Angst. Um Mensch zu bleiben, ist es notwendig die emotionale Welt zu reinigen und wieder in den Griff zu bekommen. Da kann wiederum der Verstand Hilfestellung leisten, um die Steuerung von Gefühlen zu erkennen. Die Frage, die der Verstand unablässig nachgeht, ist: Sind es meine originären Gefühle oder sind es „Trojaner“? Es gibt in der erkenntnisorientierten Psychologie sogar den Begriff des „Gedankenvirus“.

Wir erleben gerade einen Schleudergang der politischen Gefühle. Begriffe wie „der Gutmensch“ und „ Gutmenschentum“ sind aus kritischer Haltung geboren und weisen auf das Dilemma hin, wie wir in der Zwickmühle politischer Gefühle hin- und hergeworfen werden. Wie groß die emotionale Spannung in unseren Köpfen und Bäuchen ist, sehen wir gerade im Phänomen der Zuwanderung. Wir fühlen eine Art von humanitärer Verpflichtung, möchten aber dennoch nicht über´s Ohr gehauen werden, wo man doch selbst schon zu kämpfen hat. Da sind große Gefühle am Werk. Und am Umstand, dass der Verstand diese Zwickmühle nur schwerlich auflösen kann, erkennen wir die große Macht der Gefühle. Gelenkte Emotionen zerrütten auf Moral gestützte Gesellschaftsstrukturen.

Wir müssen unserer Gefühle wieder Herr werden. Es ist hält uns bei Gesundheit und bewahrt die Menschheit vor noch größerem Schaden. Doch wie macht man das? Wie beherrsche ich meine Gefühle? Zunächst einmal geht es nicht um das Beherrschen, sondern um das Erkennen. Welche Gefühle sind erkennbar nutzlos, anerzogen, implantiert, aus Egoismus und unbegründeter Angst geboren. Der Verstand kann dieses Erkennen hervorbringen, aber nur in begrenztem Masse, weil er nicht mächtiger ist als die Gefühle. Vielmehr ist die Besinnung auf die erhaltenden Urgefühle von größter Wichtigkeit. Der Mensch ist ein kooperatives Individuum, das alles in allem nur in der Gemeinschaft überleben kann.

Es gibt nur wenige, die es vermögen, allein auf sich gestellt zu überleben. Also müssen diese Urgefühle direkt mit dem Gemein-Wesen Mensch in Synergie stehen. Es sind die Gefühle von Wohlwollen und Nächstenliebe. Wer oder was vermittelt mir aber diese Gefühle und erhält sie aufrecht? Die Religionen wären dazu in der Lage, aber sie haben sich als Machtinstrumente in Händen der Großen erwiesen. Die Philosophie setzt zu sehr auf den Verstand und verwechselt Wissen mit Erkenntnis. Immanuell Kant war einer der größten Verstandesdenker, doch musste er zugeben, dass Verstand ein gutes Gefühl hervorbringen soll: Die Moral. Und er tat sich mit dem und durch den Verstand eine gute Menschheit zu erdenken schwer.

Und vor Allem: Religion und Philosophie sind exklusiv – sie sind nicht für alle Menschen da. „Es ist was es ist, sagt die Liebe“ ist eine großartige Textzeile. Solche Gefühle entstehen rein aus dem inneren Selbst. Die Disziplin, die sich um die Dinge sorgt, die rein aus unserem Inneren kommen, ist die Spiritualität. Diese in der Verstandeswelt in Verruf geratene Erkenntniswelt ist der Schlüssel um Pandoras Box wieder zu schließen. Im zweiten Teil unserer Artikelreihe haben wir uns Einblick verschafft, wie Gehirnareale miteinander verschaltet sind. Die Neurologie beschreibt neben den zwei Gehirnhälften und deren Verbindung auch den Cortex und das limbische System.

Der Cortex als Sitz des Verstandes steht in Verbindung mit dem limbischen System und der Zirbeldrüse. Diese Verbindung ermöglicht es den Verstand mit den Gefühlen und spirituellen Erfahrungen abzugleichen. Nun weist der erwachsene Mensch heutzutage eine verkümmerte und zunehmend verkalkte Zirbeldrüse auf. Ob nun die „Verkrüppelung“ der Zirbeldrüse emotionale Krüppel aus uns macht oder die emotionale Verwirrtheit zur Verkrüppelung führt, mag noch diskutiert werden. Auf jeden Fall kann man der Zirbeldrüse Gutes tun, indem man sich um regelmäßigen und natürlichen Schlaf bemüht,

sinnvolle Entspannung erlernt, Fluoride meidet und elektromagnetische Einflüsse minimiert. Die Spiritualität als Mutter der übergeordneten Gefühle und auch der Weisheit zeigt uns unseren Platz in der Schöpfung. Sie ist befähigt die Urgefühle von Wohlwollen und Liebe hervorzubringen. Spiritualität ist nicht exklusiv, sondern für alle da. Sind diese grundlegenden positiven Emotionen wieder bestimmend, fällt es dem Verstand auch wieder leicht Hinderliches von Förderlichem zu unterscheiden. Weltliche Macht kann uns bei spiritueller Fähigkeit nicht mehr zwischen X und U gefangen halten. Wir können wieder Mensch sein und Menschsein lassen.

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