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Makuladegeneration

Verantwortlicher Autor: Peter-G. Rademacher ENA Oliver Schöpf DVPJ Teningen, 15.07.2017, 15:51 Uhr
Presse-Ressort von: Peter-Georg Rademacher Bericht 5563x gelesen

Teningen [ENA] Diese Augenerkrankung ist eine schwere aber oft langsam voranschreitende Schädigung der Netzhaut. Die Makula ist der mittige Bereich der Netzhaut, in dem die Bilder des zentralen Sehens entstehen. Die betroffenen Personen bemerken unklares Sehen oder schwarze Flecken im zentralen Bereich des Sehfeldes. Es gibt zwei Arten dieser Degenerationserkrankung: Die trockene und die nasse Makuladegeneration.

Bei der häufigeren trockenen Form degenerieren die Zellen der innersten Schicht des Retinaepitheliums der Netzhaut. Dieser Zellverlust wird verursacht von freien Radikalen sowie durch tote, nicht abgebaute Zellfragmente der Netzhaut. Die seltenere Form der nassen Makulardegeneration ist ein Gefäßproblem, das abnormale Blutgefäße hinter und in der Netzhaut entstehen lässt. Diese Form der Netzhaut-Degeneration lässt sich in frühen Stadien erfolgreich durch den chirurgischen Eingriff behandeln. Es ist die trockene Form der Makuladegeneration, die den betroffenen Personen Angst und Sorge bereitet, da es keine wirksame direkte Therapie für diese Art des Zellverlusts gibt.

Man hat jedoch den Umstand erkannt, dass Substanzen aus dem eigenen Stoffwechsel dieses Problem verursachen und weiter fördern. Nun ist der Gedanke, diese Substanzen entweder weniger entstehen oder schnellsten abbauen zu lassen. Die Herausforderung stellt die außergewöhnliche Bauart des Auges dar. Das Auge ist ein sehr abgeschlossenes Organ, das den Austausch von Stoffen und Flüssigkeiten nur langsam und auf begrenzten Wegen zulässt. Es ist eine optische Kapsel, in der das durch die Linse eintreffende Licht gezielt projiziert werden muss, um ein klares Bild zu erzeugen. Die Netzhaut dient hierbei als Leinwand und als Sensor, der die Lichtsignale in elektrische Nervenreize umwandelt.

anz ähnlich geschieht die Bildentstehung in Sensoren von Digitalkameras. Therapeutisch erreicht man diesen inneren Bereich des Auges nur schwer. Die degenerativen Vorgänge dieser Art passieren in anderen Regionen des Körpers genauso und sind grundsätzlich reparierbar. Doch die geschlossene Form des Auges macht es schier unmöglich, heilende Substanzen an den Ort des Geschehnisses zu bringen. Es gibt bestimmte Formen von Injektionen, die richtig beherrscht, gute Ergebnisse erbringen. Auf jeden Fall ist es notwendig diese Art des Zellschwundes im Auge systemisch zu betrachten.

Aus der chinesischen und auch aus der empirischen westlichen Medizin erkennen wir den Zusammenhang zwischen dem Leber-Galle-System und den Augen, bzw. der Sehkraft. Schon den Kindern ist es aus Abenteuerfilmen bekannt, dass Männer blind werden, wenn sie Fusel trinken. Die Leber ist also der systemische Zugang zu den Augen. Wenn es uns gelingt, das Leber-Galle-System zu optimieren und schädigende Einflüsse von diesem System fernzuhalten, haben wir indirekt einen nicht zu unterschätzenden heilenden Einfluss auf die Augen.

Ein erfahrener Therapeut kennt die Mittel und Wege heilend auf das Leber-Galle-System einzuwirken. Wenn systemisch gedacht wird, sehen wir auch den Zusammenhang zu Nahrung und Ernährung. Die Leber ist die große chemische Fabrik, in der alles verarbeitet wird, was die Verdauung aus der Nahrung gewonnen hat. Wir haben erfahren, dass der Zitronen- oder der Grapefruitsaft für die Leber förderlich sind. Und wir kennen die Wirkung von Bitterstoffen auf die Gallenproduktion. Das frische Leinöl versorgt die Leber mit heilenden Fettsäuren und schützt vor den Auswirkungen von chronischen Entzündungen im ganzen Körper.

Bis jetzt kennt die Medizin, wie schon erwähnt, keinen direkten Weg zur Therapie der Makuladegeneration. Der Gedanke mit Radikalfängern wie Lutein den entzündungsverursachenden Einfluss der freien Radikalen zu begrenzen, ist prinzipiell richtig. Doch wie bringt man diese Radikalfänger in die Netzhaut, ist die herausfordernde Frage. Es scheint jedoch, dass es Früchte gibt, die in ihrer Zusammensetzung von Vitaminen, Bioflavonoiden und Mineralien einen direkten Einfluss auf die Degeneration im Auge haben. In unserem Kulturkreis ist es die Heidelbeere.

Doch sehen wir, dass einzelne Substanzen wenig zu verändern vermögen. Wie oft in der biologischen Realität ist der Gedanke systemisch zu wirken der Weg zur Lösung. So können wir Einzelsubstanzen nur dann einsetzen, wenn gleichsam das System und die betreffenden Regelkreise behandelt werden. Des Weiteren müssen wir uns über den Umstand Gedanken machen, dass wir im Zeitalter der Monitore leben. Wir betrachten täglich über Stunden Bilder und Schriften auf Smartphones, Laptops, Fernseher etc. Diese gepulsten Lichtinformationen unterscheiden sich fundamental von den natürlichen Bildern aus unserer analogen Umwelt.

Da die Sinneszellen in der Netzhaut für die natürliche Form des Lichtes gebaut wurden, erleben diese Zellen Stress bei der Aufnahme der gepulsten Lichtsignale. Man muss sich vorstellen, dass die Sinneszellen unter dem ständigen Flackern der Bilder leiden. Menschen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit oder ihrer Spielleidenschaft viele Stunden auf kleine oder große Monitore schauen, müssen ihren Augen in kurzen Abständen immer wieder Entlastung verschaffen, um Schaden von den Augen abzuwenden. Es empfiehlt sich in regelmäßigen Zeitabständen in die Ferne zu schauen. Weitsicht ist auch eine Tugend, die der heutigen Zeit mangelt.

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